Governance und Sicherheit
Dieser Leitfaden legt praktische Grundsätze für Governance und Sicherheit in Centriu fest: wer worauf zugreift, wie sensible Daten geschützt werden, wie Verantwortlichkeiten dokumentiert werden und wie Zugriffe im Laufe der Zeit überprüft werden.
Grundlegende Governance-Prinzipien in Centriu
Eine einzige Quelle der Wahrheit
Für die überwachten Kennzahlen sollte Centriu als offizielle Quelle behandelt werden.
Minimal erforderlicher Zugriff
Jede Person sieht nur das, was sie braucht, um ihre Arbeit gut zu erledigen.
Klare Verantwortliche
Für jedes Modul, Dashboard oder jede kritische Kennzahl sollte es immer einen Verantwortlichen geben.
Kontinuierliche Überprüfung
Governance ist kein Projekt, sondern ein Prozess (monatliche und vierteljährliche Überprüfungen).
Rollen- und Berechtigungsstruktur (Beispiel)
Passen Sie es an die tatsächlichen Rollen in Centriu an:
Globaler Administrator
- Verwaltet Benutzer, Berechtigungen, Integrationen und allgemeine Einstellungen.
- Vollzugriff; sollte auf wenige Personen beschränkt sein.
Bereichsadministrator / Manager
- Konfiguriert Dashboards, Ziele und Benachrichtigungen für seinen Bereich.
- Greift nicht in globale Integrationen oder die Sicherheit ein.
Operator
- Nutzt operative Bildschirme (Kundenkontakte, Tickets, Stammdaten).
- Beschränkter Zugriff auf die erforderlichen Daten.
Betrachter
- Liest nur Dashboards und Berichte.
- Ideal für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat.
Faustregel
Wenn Sie jemandem nicht zutrauen würden, einen Knopf zu drücken, der alles löscht, sollte diese Person kein globaler Administrator sein.
Umgang mit sensiblen Daten
1. Klassifizieren Sie die Daten
- Intern öffentlich: jeder Mitarbeiter kann es sehen (z. B. Gesamtzahl der Kunden).
- Eingeschränkt: nur wenige Bereiche (z. B. Werte pro Kunde).
- Vertraulich: streng kontrollierter Zugriff (z. B. sensible personenbezogene Daten).
2. Schützen Sie, was eingeschränkt/vertraulich ist
- Beschränken Sie den Zugriff nach Rollen und Gruppen.
- Vermeiden Sie es, sensible Daten in breit zugänglichen Dashboards offenzulegen.
- Verwenden Sie bei Bedarf Anonymisierung oder Aggregation (Bereiche, Summen).
- Dokumentieren Sie in einem internen Dokument, welche Felder sensibel sind und wer sie einsehen darf.
Operative Sicherheit
Best Practices für die Anmeldung
- Verwenden Sie immer eine geschäftliche E-Mail-Adresse.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (sofern verfügbar).
- Vermeiden Sie generische Konten ohne klaren Verantwortlichen.
Sitzungen und Geräte
- Beenden Sie nach Möglichkeit die Sitzungen inaktiver Benutzer.
- Beschränken Sie in kritischeren Szenarien den Zugriff über VPN oder Unternehmens-IP (sofern das Produkt dies zulässt).
Zugriffsüberprüfungszyklus
Führen Sie einen einfachen Zyklus ein:
- Monatlich: die Benutzerliste überprüfen, Rollen anpassen und unnötige Zugriffe reduzieren.
- Beim Ausscheiden von Mitarbeitern: den Zugriff sofort entziehen und die Eigentümerschaft von Dashboards und Integrationen übertragen.
- Beim Erstellen neuer Squads/Projekte: festlegen, welche Daten verwendet werden, welche Rollen Zugriff erhalten und ob sensible Daten vorhanden sind.
Verzeichnis der Verantwortlichkeiten
Erstellen Sie ein einfaches Verzeichnis (ein Dokument oder einen Governance-Tab in Centriu) mit:
- Verantwortlicher für jede kritische Kennzahl.
- Verantwortlicher für jedes wichtige Dashboard.
- Verantwortlicher für die wichtigsten Integrationen.
Das verringert die Gefahr eines „Niemandslands“, wenn etwas kaputtgeht.
Vorfälle und Reaktion
Definieren Sie einen grundlegenden Ablauf:
- Wie Datenprobleme gemeldet werden (falsches Dashboard, seltsame Zahl).
- An wen gemeldet wird (Kanal und Verantwortliche).
- Kritikalität (niedrig, mittel, hoch).
- Wie Ursache und Korrekturmaßnahme dokumentiert werden.
Auch ohne ein spezielles Modul sollten Sie einen dedizierten Kanal nutzen (z. B. „Centriu – Vorfälle“).
Checkliste für aktive Governance und Sicherheit
- Es gibt mindestens 2 globale Administratoren (und nicht mehr als 5).
- Jedes Modul hat einen klaren Verantwortlichen.
- Sensible Daten wurden erfasst und geschützt.
- Die Benutzerliste wurde in den letzten 30 Tagen überprüft.
- Es gibt einen klaren Ablauf für den Ein- und Austritt von Mitarbeitern.
- Es gibt einen offiziellen Kanal für Datenfragen und -vorfälle.
